Press Releases

  Januar 2010

Das Messeziel nicht aus den Augen verlieren!
Interview mit Hans-Jochen Büngener, Vorsitzender des Interzoo-Messeausschusses

Die vom 13. bis 16. Mai 2010 stattfindende Interzoo ist das wichtigste Ereignis der internationalen Heimtierbranche in diesem Jahr. In Nürnberg werden rund 1.400 Aussteller erwartet, hier werden Trends bestimmt, und es zeigt sich, wer führende Angebote macht. Doch der gebuchte Stand alleine ist noch keine Garantie für einen erfolgreichen Messeauftritt. Der Vorsitzende des Interzoo-Messeausschusses Hans-Jochen Büngener erklärt, weshalb die Definition von Messezielen eine wichtige Voraussetzung für den Beteiligungserfolg ist.


Welche Messeziele können Aussteller formulieren?  
Hans-Jochen Büngener: Produkte vorzustellen, ist noch kein Messeziel. Das Messeziel kann aber lauten: Die Reaktion auf Neuheiten testen und Exportchancen oder Kooperationsmöglichkeiten ausloten, um dadurch die zielgenaue Einführung zu optimieren. Aussteller können prüfen, wie bestimmte Trends, Serviceleistungen und Preisstrukturen angenommen werden. Natürlich ist auch die Kontaktanbahnung mit einer großen Zahl von Interessenten ein besonderer Vorteil von Fachmessen. Wenn Ziele konkret formuliert werden, beispielsweise hinsichtlich Anzahl der Kontakte zu Alt- und Neukunden sowie Interessenten, wird der Messeerfolg messbar. Bei der Definition der Messeziele sollten Aussteller auch berücksichtigen, mit welchen Erwartungen die Fachbesucher auf die Interzoo kommen. 
 
Mit welchen Zielen kommen die Fachbesucher denn zur Interzoo?  
Hans-Jochen Büngener: Zur letzten Interzoo in 2008 kamen 60 Prozent der Fachleute nach Nürnberg, um sich über Neuheiten zu informieren, 47 Prozent wollten Geschäftskontakte pflegen und 45 Prozent wollten neue Kontakte anbahnen. 42 Prozent besuchten die Interzoo, um sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Weitere Gründe für den Messe¬besuch waren: Erfahrungen austauschen, Weiterbildung, Konkurrenz beobachten oder Investitionen und Einkäufe vorbereiten. Nur 21 Prozent kamen, um gezielt Verträge zu unterschreiben. Das bedeutet, Aussteller sollten mehr darauf hinarbeiten, gute und langfristige Kontakte aufzubauen, damit es ein lukratives Nachmessegeschäft gibt. 2008 erwarteten 86 Prozent der Aussteller aufgrund ihrer Kontakte ein spürbares Nachmessegeschäft. Außerdem könnte man sich Maßnahmen überlegen, Besucher doch vor Ort von einem Kauf zu überzeugen. Die Chancen dazu stehen gut: 95 Prozent der Interzoobesucher sind in ihrem Betrieb in Beschaffungsentscheidungen eingebunden. 
 
Die Fachbesucher der Interzoo suchen also in erster Linie Produkt-Neuheiten. Für die Messeplanung ist somit das Ausstellungsprogramm von besonderer Bedeutung. Was ist dabei zu beachten?  
Hans-Jochen Büngener: Die Auswahl der Exponate erfolgt in der Regel analog zu den Marketing- und Messezielen. Meistens ist es nicht sinnvoll, die gesamte Produktpalette zu zeigen, sondern ausgewählte, anschaulich dargestellte Problemlösungen. Neuheiten und Innovationen, die der Konkurrenz überlegen sind, sollten auf jeden Fall im Gepäck sein. Aktuelle Trends sind auch zu berücksichtigen: Zum Beispiel derzeit die Nano-Technologie, die Krustentiere in der Aquaristik oder der Wellness- und Fitnessbereich. Auf Texttafeln oder Displays kann der innovative Gehalt des Produktes erläutert werden, in Filmen oder in Broschüren lassen sich technische Details näher erklären und zeigen. Die praxisnahe Vorführung der Produkte mit Tieren erzeugt immer noch am meisten Aufmerksamkeit. Dabei ist zu bedenken, dass die Tierpräsentation rechtzeitig angemeldet werden muss und sich strikt an den deutschen Tierschutzvorschriften zu orientieren hat. Die Liste der Exponate bestimmt dann den Platzbedarf, die Standkonzeption und die kommunikativen Maßnahmen. 
 
Was müssen Aussteller noch bei der Planung ihres Messestands beachten?  
Hans-Jochen Büngener: Das Standpersonal sollte die Messeziele kennen und für den Kundenkontakt geschult sein. Viele Firmen bereiten ihre Mitarbeiter nur auf Fragen zu den Produkten und Produkt¬eigenschaften vor. Besucher erwarten jedoch auch ein freundliches Willkommen, dass man sich Zeit für sie nimmt, ihnen zuhört und auf ihre Bedürfnisse eingeht. Die Messekontakte sollten erfasst werden, digital oder in Kontaktbögen. Am besten legen Aussteller schon vor der Messe genau fest, mit welchen Maßnahmen innerhalb welcher Zeit und durch wen – zum Beispiel Vertrieb oder Außendienst – die Nachbearbeitung der Messe¬kontakte erfolgt. Wenn Bestellungen, Angebote oder Infomaterial nach der Messe zügig bearbeitet und verschickt werden, beweist der Aussteller seinen Kunden, dass hinter der ansprechenden Messepräsentation auch ein verlässlicher Geschäftspartner steht. 
 
Weitere Informationen:  
Besucher- und Ausstelleranalyse der Interzoo 2008: 
www.interzoo.com/de/rueckblick/kurzanalyse/ 
 
Beteiligungstipps und Zeitplan:  
www.interzoo.com/de/aussteller/messevorbereitung/ 
 
Anmeldeunterlagen können noch angefordert werden bei:  
NürnbergMesse GmbH 
Projektteam Interzoo 
Messezentrum 
90471 Nürnberg 
Deutschland 
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-85 86, -81 28 
Fax +49 (0) 9 11. 86 06-82 87 
E-Mail: interzoo@nuernbergmesse.de 
 
Pressesprecherin Interzoo:  
Wirtschaftsgemeinschaft 
Zoologischer Fachbetriebe GmbH (WZF) 
Antje Schreiber 
Tel +49 (0) 6 11. 447 553-14 
Fax +49 (0) 6 11. 447 553-33 
E-Mail: schreiber@zzf.de 
 
 
Downloads:
 
 .doc Presseinformation
 .txt Presseinformation
 .jpg Foto von Hans-Jochen Büngener
 
 
Sprachvarianten:
 
 English  Français  Italiano  Español
 
Hinweis an die Redaktion:
Antje Schreiber
Tel +49 (0) 611.447 553-14
Fax +49 (0) 611.447 553-33
schreiber@zzf.de
www.interzoo.com


 PrintRecommend pageBookmark